Alles was du über Wärmepumpen wissen musst


Die meisten Menschen empfinden eine Wassertemperatur von 26-28°C perfekt für eine tolle Zeit im eigenen Pool. Ohne eine Heizmöglichkeit verkürzt sich die Poolsaison deshalb jedoch auf wenige Monate und ist stark wetterabhängig. Eine Wärmepumpe stellt eine Möglichkeit dar, um das Poolwasser auf angenehme Temperaturen zu erhöhen. 

Gute Gründe für eine Wärmepumpe:

  • Die Installation ist einfach und sehr platzsparend.
  • Du kannst die Wassertemperatur genau einstellen und den Wärmprozess besser kontrollieren.
  • Eine Wärmepumpe kann völlig unabhängig von täglichen Sonnenstunden und Außentemperatur beheizen. 
  • Wärmepumpen sind bei korrekter Installation sehr zuverlässig und langlebig.
  • Wärmepumpen haben eine sehr hohe Energieeffizienz.

Wärmepumpen kosten je nach Poolgröße/ Wasservolumen üblicherweise zwischen 400 und 2.000 Euro und unterscheiden sich neben der Qualität und Effizienz vor allem in der Leistung (mehr dazu unter „Welche Wärmepumpe für meinen Pool?“). Im Preiseinstiegsbereich arbeiten Wärmepumpen nach dem Prinzip „on“ und „off“. Diese Wärmepumpen arbeiten immer mit der maximal verfügbaren Leistung bis die eingestellte Wunschtemperatur erreicht ist. Die neue Generation der Inverter - Wärmepumpen arbeiten nicht immer auf Vollgas, sie passen sich dem jeweils erforderlichen, tatsächlich benötigten, Energiebedarf an. Das heißt, wenn die eingestellte Wunschtemperatur bald erreicht ist, fahren sie schon mal die benötigte Leistung runter, um Strom zu sparen. Zusätzlich sind diese Inverter Wärmepumpen wesentlich leiser (Silent – Wärmepumpen), was gerade in den immer kleiner werdenden Gärten sehr nützlich ist. 

Gute Wärmepumpen haben eine sehr lange Lebensdauer, sodass sich die Anschaffung eines hochwertigeren Geräts lohnt. Die Stromkosten pro Saison liegen zwischen 130 und 210 Euro, abhängig von Pool, Wärmepumpe und Wetter.

Wie eine Wärmepumpe funktioniert

Die Funktion einer Wärmepumpe ähnelt der eines Kühlschranks – nur andersherum. Es gibt zwei Kreisläufe, die einen Austausch von Wärme betreiben. Die Außenluft wird durch den Ventilator angesaugt, trifft auf eine kalte Flüssigkeit, üblicherweise ein Kühlmittel, und erhitzt sie, sodass sie verdampft. Ein Kompressor erhöht den Druck auf das Kühlmittel und damit auch dessen Temperatur. Anschließend wird es durch das Poolwasser geführt und erhitzt das Wasser, während das Kühlmittel kälter wird. Das Bauteil dieser Wärmeübergabe wird Wärmetauscher genannt. Der Druck und die Temperatur der Flüssigkeit wird durch ein Expansionsventil wieder stark verringert und das Kühlmittel durch die Außenluft neu erhitzt.

Die Wärmepumpe benötigt Strom zur Wassererwärmung. Hierbei wird die Wärme aus der Umgebungsluft gezogen. Wärmepumpen haben einen sehr hohen Wirkungsgrad und sind deshalb deutlich günstiger und nachhaltiger als andere Wärmequellen.

Unterscheidung verschiedener Wärmepumpen

Modelle von Wärmepumpen unterscheiden sich wesentlich in vier technischen Größen:

Effizienz:

Nach dem erstmaligen Aufheizen des Pools muss die eingestellte Temperatur gehalten werden. Ist die Außentemperatur geringer als die des Wassers, kühlt ein Pool in 24 Stunden um etwa 2°C ab. Dieser Wert ist abhängig davon, wie oft du den Pool abdeckst, wie hoch der Temperaturunterscheid von Luft und Wasser ist, wie stark isoliert die Poolwände sind und wie groß die Wasseroberfläche ist. Speziell nachts, wenn der Temperaturunterschied zwischen Poolwasser und Umgebungsluft sehr hoch ist, kühlt das nicht abgedeckte Poolwasser durch die Verdunstung sehr stark ab. Um den Pool energiebewusst und möglichst stromsparend aufzuwärmen bzw. die Wärme zu halten, ist eine Isolier-Abdeckplane unabdingbar. 

Für die Erwärmung von 1 m³ Wasser um 1°C wird 1,16 kWh Energie benötigt. Wie bereits beschrieben, wird diese zu einem Großteil aus der Luft gewonnen. Wie groß dieser Teil ist, wird in einem Faktor zusammengefasst, der „Coefficient of Performance“ genannt wird, kurz COP. 

Lärmemission:

Da sich die meisten gleichartigen Produkte auf dem Markt in COP und Leistung nicht wesentlich unterscheiden, ist die Lärmemission zu einem sehr entscheidenden Merkmal geworden. Die Geräusche von Ventilator und Kompressor nehmen zwar mit dem Abstand zum Gerät schnell ab, können jedoch zu einem Störfaktor werden. Gute Geräte haben in einem Abstand von zwei bis vier Metern nur noch eine Lautstärke von 30 dB. Die meisten Menschen nehmen Geräusche bis 25 dB nicht als störend war. Hier nochmals der Hinweis, auf die sehr leisen Inverter Wärmepumpen.

Lebensdauer:

Da die Wärmepumpe von außen der Witterung ausgesetzt ist, sollte das Gehäuse aus Kunststoff oder korrosionsbeständigem Metall wie Edelstahl sein. Allerdings sorgt Kunststoff für eine deutlich geringere Lärmemission. Es bietet sich an, Wärmepumpen so zu platzieren, dass sie nicht jeder Witterung ausgesetzt sind. Ein guter Platz wäre zum Beispiel unter einem offenen Carport. Für den Winter werden Abdeckhauben zu den Wärmepumpen angeboten.

Welche Wärmepumpe für meinen Pool?

Welche Wärmepumpe für deinen Pool geeignet ist, sollte an zwei technischen Größen festgemacht werden: Dem Wasserdurchfluss, also der Menge an Wasser, die pro Stunde durch die Wärmepumpe laufen kann, und der Heizleistung, das heißt die Menge an Wärme, die pro Stunde an das Wasser abgegeben werden kann. Sie bestimmt die Dauer, die die Wärmepumpe laufen muss, um eine bestimmte Wärme abzugeben und eine Temperatur herzustellen. Hat die Pumpe eine Leistung von 5 kW, muss sie bei einem großen Pool für den Ausgleich der 2°C täglich mehr als neun Stunden angeschaltet sein, während mit einer Leistung von 10 kW entsprechend nur die Hälfte notwendig ist.

Meist sind diese beiden Größen in der Produktbeschreibung zu einem ungefähren Richtwert zusammengefasst, für welches Wasservolumen im Pool die Wärmepumpe gebraucht wird. Wir haben einige Wärmepumpen für euch zusammengefasst:

Für einen kleinen Pool mit etwa 10 m³ Wasser:

Die Aqualux Hot Splash Wärmepumpe mit einer Heizleistung von 2,4 kW mit einem sehr guten COP-Wert ist leicht und handlich und daher perfekt für einen kleinen Pool. Sie ist außerdem einfach zu bedienen und installieren.

Für einen kleinen bis mittleren Pool mit 15 bis 20 m³ Wasser:

Mit 3,35 kW stärker, größer und schwerer, aber nicht weniger handlich ist die Summer Fun Wärmepumpe Smart. Sie ist noch dazu günstiger als die kleinere Alternative.

Eine hochwertigere Wärmepumpe ist die Aqualux Wärmepumpe Pinguin. Sie wird in zwei verschiedenen Größen angeboten, die kleine Ausführung hat eine Heizleistung von 4 kW. Ihre große Schwester ist etwas stärker mit einer Leistung von 5 kW. Beide Wärmepumpen haben bei 15°C Außentemperatur einen ausgezeichneten COP-Wert von 4. Sie sind sehr widerstandsfähig, leicht zu bedienen und zu installieren.

Für einen großen Pool mit 20 bis 50 m³ Wasser:

Die Aqualux Wärmepumpe Inverter ist mit einer Heizleistung von 9,8 kW am leistungsfähigsten. Der vergleichsweise hohe Preis wird durch ihre exzellente Stärke gerechtfertigt. Ihr COP-Wert beträgt bei 15°C 5 bis 6 und unter optimalen Bedingungen bis zu 15. Für eine Effizienzsteigerung wird der Kompressor und Ventilator in der Drehzahl automatisch an die Ansprüche angepasst.

Die Wärmepumpe Vesuvio Standard wird in vier Ausführungen zwischen 6 und 12 kW angeboten. Sie ist qualitativ sehr hochwertig, arbeitet leise und kann den Pool zusätzlich bei hohen Temperaturen auf bis zu 5°C kühlen. Ihr COP liegt bei kühlem Wetter bei 4 bis 6.

Die etwas teurere Vesuvio Inverter kann unter denselben Bedingungen heizen und kühlen wie die Standartversion, hat dabei jedoch einen wesentlich besseren COP. Sie läuft nicht immer auf Volllast und ist, aufgrund der  Ventilator- und Kompressor-Regulierung, wesentlich leiser. Diese Wärmepumpe wird in sieben Varianten mit Leistungen von 8 bis 36 kW angeboten.

Wärmepumpe Pinguin

Wie die Wärmepumpe installiert und betrieben werden sollte

  • Die Wärmepumpe besitzt zwei Anschlüsse für Ein- und Ausfluss des Poolwassers. Sie wird in den vorhandenen Filterkreislauf auf der Rücklaufseite der Filteranlage zwischen Filter und Einlaufdüse eingebaut.

  • Mit einem Bypass kannst du regulieren, ob das Wasser direkt in den Pool zurück läuft, oder zunächst zur Erwärmung durch die Wärmepumpe laufen soll. Dafür wird ein leeres Rohr an der Wärmepumpe vorbei installiert. Beide Wege für das Wasser sind mit Hähnen versehen und je nachdem welche geöffnet sind, kannst du kontrollieren, ob kein Wasser oder das gesamte Wasser durch die Wärmepumpe fließt. Das Material dafür findest du im Bypass-Set.

  • Die Wärmepumpe sollte, im Rahmen der erträglichen Lärmemission, möglichst nah am Pool stehen, da mit jedem Meter Wärme verloren geht, was die Gesamteffizienz verringert.

Für den Betrieb wichtig:

  • Die Wärmepumpe sollte möglichst freistehen. Hat sie direkten Kontakt zu Wänden oder anderen Objekten, wird die Vibration weitergeleitet und die Lärmemission verstärkt.
  • Nahe stehende Pflanzen können den Lufteinzug behindern.
  • Bei der Abkühlung der Luft auf etwa 5°C kommt es zur Kondensation, es entsteht Wasser, das in eine Wanne oder über einen Schlauch abgeführt wird. Um Kondensationswasser von einem Leck zu unterscheiden, kannst du die Wärmepumpe bei eingeschalteter Wasserpumpe abschalten und den Wasseraustritt beobachten, oder das Wasser mithilfe eines Messgeräts auf seinen Chlorgehalt überprüfen, da Kondensationswasser kein Chlor enthält.
  • Wärmepumpen darfst du keinesfalls innerhalb eines geschlossenen Raumes betreiben. Das verringert die Effizienz der Wärmepumpe enorm, da die einströmende Luft vom Gerät selbst stark abgekühlt ist.
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