Kinder am Pool

Ein eigener Pool- der Traum für fast jedes Kind.
Gerade im Sommer bietet das Wasser zahlreiche Möglichkeiten zum Spielen, Toben und Auspowern.
Um Badeunfälle im und am Pool zu vermeiden, gibt es einige vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen, die du ergreifen kannst.

Vor Ort - Sicherheit am Pool

Zäune und Abdeckungen 

Umzäunungen und Abdeckungen verhindern, dass der Poolbereich bzw. der Pool unbeaufsichtigt genutzt werden kann. So unterbindest du, dass spielende Kinder, welche sich unbeaufsichtigt im Garten austoben, in die Nähe des Pools kommen können. Es gibt extra dafür entwickelte schlichte und dezente Zäune mit abschließbarem Tor. 

Sicherheitsabdeckungen

Es gibt verschiedene Optionen, den Pool zur Sicherheit abzudecken. Du hast die Wahl zwischen Rollenabdeckungen, Lamellenbedeckungen, reißfesten Planen oder (geschlossenen) Überdachungen, welche über den Pool geschoben werden. Die Rollenabdeckungen bestehen aus besonders reisfesten Planen mit quer verbauten Stangen und wird über das Schwimmbecken gerollt. Gut befestigt und gespannt, verhindert sie das ins Wasser fallen von Kind(ern).

Alternativ gibt es eine Lamellenbedeckung aus PVC- oder Polycarbonat-Kunststofflatten. Diese miteinander verbundenen Latten werden wie ein Rollladen über den Pool gezogen. Für kleine Becken gibt es die Möglichkeit, eine reißfeste Plane mit Reißverschluss, welcher am Handlauf geschlossen wird, zu installieren. Poolüberdachungen bieten neben dem Sicherungsfaktor, den Vorteil, dass das Poolwasser länger warm bleibt und es zu weniger Verschmutzungen kommt. Potenzielle Poolbedeckungen haben wir in unserem Artikel „Poolabdeckungen“ beschrieben.

Wichtig!
Bitte beachte das eine einfache, unbefestigte Plane keinen Schutz vor Unfällen bietet.

Stolperfallen entfernen

Jegliche Stolperfallen wie Spielzeug, Schläuche oder Schwimmzubehör sollten immer entfernt werden. Um den Kindern keine Anreize zu geben, sich danach noch in der Nähe des Wassers aufzuhalten, solltest du gleich nach dem Schwimmen jegliches Spielzeug im und am Wasser aufräumen. So vermeidest du ungewolltes Baden.

Elektronische Warnsysteme

Es gibt auf dem Markt einige Warntechniken, welche reagieren, wenn sie einen möglichen Unfall bemerken. Diese bestehen meist aus einem Sensor welcher, mit einem optischen oder akustischen Warnsignal, Alarm auslösen. Sicherheitsinstallationen am Beckenrand oder in Form von Schwimmern stellen eine auffällige Bewegung der Wasseroberfläche fest, das heißt Wellen, die von einem fallenden Kind oder Tier stammen können. Gute Alternativen sind Armbänder für Kinder, die einen Kontakt mit Wasser melden.

Haftung

Rechtlich verpflichtet, für Sicherheit am Pool zu sorgen, ist der Besitzer.
Auch Eigentümer ohne Kinder sind verantwortlich für die Sicherheit von sich aufs Grundstück verirrenden Nachbarskindern.

Allgemeines zum Thema Wasser und Kinder oder Babys

Kind am Pool

Aufklärung und Regeln

Zum Schutz tragen auch das Festlegen einiger wichtiger Regeln bei:

• Kinder sollten nie ohne Erwachsene ins Wasser gehen
• Im Bereich um den Pool sollte nicht gerannt oder gespielt werden
Kein Schubsen, unter Wasser drücken, etc.
• Ist dir kalt, geh aus dem Wasser und trockne dich ab!
• Bist du müde, mache eine Pause!

Kinder nehmen oft, vor lauter spielen, ihre Müdigkeit und Unterkühlung nicht wahr.
Deshalb solltest du, als Aufsichtsperson oder Elternteil, darauf achten, dass regelmäßig Pausen gemacht werden.

Babyschwimmen

Babyschwimmen

Babyschwimmen hat viele Vorteile.
Zum einen lernt und gewöhnt sich das Baby an das Element Wasser. Außerdem wird durch das Babyschwimmen die Eltern-Kind-Beziehung intensiviert

Idealerweise bewegt man sich langsam im Wasser und spricht mit ruhiger Stimme, so verbindet das Baby den ersten Kontakt mit dem Wasser nicht mit etwas negativem.

Die Bewegung im Wasser fördert die motorische und geistige Entwicklung. Da ist es ja perfekt, die Möglichkeit zum Babyschwimmen gleich im Garten zu haben.

Tipp:
Mit einer Wärmepumpe kannst du die Wassertemperatur immer auf die für den Moment optimale Temperatur einstellen.

Allerdings solltest du dabei zur Sicherheit deines Babys auf folgende Dinge achten:

• Das erste Mal Babyschwimmen sollte unter Anleitung in einem öffentlichen Kurs erfolgen.
• Ärzte empfehlen frühestens nach drei Monaten ins Wasser zu gehen.
• Das Baby am Oberkörper und Po oben halten, so kann es den Auftrieb spüren. Die Rückenlage ist für das Kind angenehmer, da es frei atmen kann.
Wasserwerte kontrollieren, um das Baby vor schädlichen Werten oder Wasserverunreinigungen zu schützen.
• Das Wasser sollte für Kinder unter drei Jahren 31 bis 33°C haben, da sie sehr schnell unterkühlen.

Wichtig!
Symptome von Unterkühlung sind:
• Blaufärbung der Lippen und Nägel
•  Zittern
• merkbares Unwohlsein
• Suche nach Wärme durch Kontakt zur Begleitperson.

Schwimmkurse und Schwimmhilfen

Schwimmunterricht sollte frühestens mit drei Jahren erfolgen, da Kinder erst in diesem Alter über die erforderliche Koordination von Armen und Beinen verfügen. Im Durchschnitt können Kinder im Alter von 10 Jahren richtig schwimmen. Das Seepferdchen ist keine Garantie für Schwimmfähigkeit. Ein langer Tag am sehr unruhigen Pool unter anderen Kindern ist keine vergleichbare Situation. Ab dem Bronzeabzeichen kann man sich als Eltern darauf verlassen, dass das Kind sicher im Wasser unterwegs ist. 

Schwimmhilfen wie Schwimmflügel, -ringe und -nudeln sind hilfreich fürs Schwimmen lernen und eine Unterstützung für Nichtschwimmer.
Sie ersetzten jedoch nicht das Schwimmen lernen und Schwimmen können!